27. Bundestreffen »Jugendclubs an Theatern« am Theater Bremen, Oktober 2017

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Produktion „Grüne Vögel“, Foto: Jörg Landsberg

Das 27. Bundestreffen »Jugendclubs an Theatern« findet vom 3. – 8. Oktober 2017 am Theater Bremen statt!
Die Ausschreibung und Bewerbungsunterlagen findet man unter unten stehendem Link!
Das Bundestreffen »Jugendclubs an Theatern« ist das einzige bundesweite Festival, das die Jugendclubarbeit deutscher Theater präsentiert. Aufgabe dieser Jugendclubs ist die bewusste Konfrontation der Jugendlichen mit der Kunstform Theater: einem Theater, das Wirklichkeit, Sehnsüchte, Utopien und Illusionen verhandelt, einem Theater, das Ausdruck und Einmischung ist.
Das Bundestreffen findet seit 1990 jährlich an einer anderen deutschen Bühne statt. Es möchte die Vielfalt und Bandbreite der Arbeitsweisen von Jugendclubs an deutschen Theatern sichtbar machen, ästhetische und inhaltliche Anstöße geben, und mit neuen Theaterformen konfrontieren.
Gleichzeitig bietet es ein Forum, um die Jugendclubarbeit im Spiegel einer kritischen Öffentlichkeit zu reflektieren.
Es möchte den Austausch zwischen Spielerinnen und Spielern, Spielleiterinnen und Spielleitern fördern, sowie eine lustvolle und kompetente Auseinandersetzung von Jugendlichen mit dem Theater unterstützen.
Das Anmeldeformular und weitere Informationen findet man unter diesem Link.
Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember 2016.

PRODUKTION „EINS ZU EINS“ BEIM „AUGENBLICK MAL! 2017“-FESTIVAL

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Produktion „Eins zu Eins“, Foto: Léa Dietrich

Toller Erfolg für Moks und Junge Akteure: Das Tanzduett „Eins zu Eins“ von der Bremer Choreografin Birgit Freitag ist in der Stückeauswahl für das renommierte „Augenblick mal! 2017“-Festival in Berlin. Das Festival „Augenblick mal!“ macht die künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung des Theaters für junges Publikum sichtbar. Es hat internationales Renommee als Schaufenster des deutschen Kinder- und Jugendtheaters sowie als Hotspot künstlerischer Begegnung und fachlichen Austauschs mit TheatermacherInnen aus ganz Deutschland.
Aus den 217 Vorschlägen der Theater hat das fünfköpfige Auswahlgremium zehn künstlerisch herausragende Inszenierungen für das nationale Programm des Festivals ausgewählt. Diese werden von 25. bis 30. April 2017 in verschiedenen Berliner Spielstätten gezeigt.
„Die Einladung zum Festival ist eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich Rebecca Hohmann, Leiterin JUNGES.THEATERBRMEN. „Wir sind nun bereits zum vierten Mal in Folge zu diesem Festival eingeladen, was eine kleine Sensation ist. Es zeigt, dass wir mit unseren Produktionen sowohl künstlerisch/ästhetisch, als auch inhaltlich ganz nah am Puls der Zeit sind.“

Birgit Freitags Tanzduett „Eins zu Eins“ ist eine choreografische Begegnung des 32-jährigen Schauspielers Walter Schmuck und des 11-jährigen Jungen Akteurs Mika Nowotny. Dabei treffen nicht nur verschiedenen Männlichkeitsbegriffe, Erfahrungshorizonte und Entwicklungsstufen aufeinander, sondern auch ein durch Alltag, Umfeld und Persönlichkeit unterschiedlich konditioniertes Bewegungsvokabular. „Eins zu Eins“ ist eine tänzerische Erkundung zweier Bewegungsformen, zwischen denen 21 Jahre, 2 Monate und 39 Zentimeter liegen.

Birgit Freitag ist freischaffende Choreografin und Performerin aus Bremen. Sie studierte Sozialwesen mit Schwerpunkt Theaterpädagogik in Emden. Es folgten Schauspielausbildung und Tanzfortbildungen u.a. in Bremen, Hamburg, Berlin und New York. Als Tänzerin und Choreografin arbeitete sie in verschiedenen Konstellationen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und anderen Künsten. Von 1993 bis 2002 war sie Teil der künstlerischen Leitung des internationalen Tanzfestivals TANZ Bremen und ist seit 2012 als Choreografin am Theater Bremen bei den Jungen Akteuren und am Moks tätig, wo sie unter anderem an „Warum das Kind in der Polenta kocht“, „Verschwende deine Jugend“ und „Seymour“ mitwirkte. Mit „Eins zu Eins“ präsentierte sie ihre erste abendfüllende Produktion für das Moks.

In Bremen ist die Produktion wieder im März 2017 im Rahmen des internationalen Festivals TANZ Bremen zu sehen.

Unser Foto zeigt Mika Nowotny und Walter Schmuck. Fotografin: Lea Dietrich

Weihnachtsgruß vom Vorstand

Liebe Freunde und Freundinnen des Förderkreises JUNGES.THEATERBREMEN!

Unsere Mitgliederversammlung am 28. November fand in diesem Jahr erstmals im schönen neuen Foyer des Moks Theaters statt. Am Ende dieses Jahres haben wir erfreut festgestellt, dass unser Förderverein langsam, aber stetig wächst, so dass wir in diesem Jahr wieder einige Projekte (z.B. „Out of control“und „Seymour“) finanziell unterstützen konnten.

Moks und die Jungen Akteure leisten einen bedeutsamen Beitrag zur kulturellen Bildung unserer Kinder und Jugendlichen. Nach der bundesweit einmaligen, vom Senat finanzierten Möglichkeit, Schulklassen zum kostenlosen Besuch von Theaterstücken des Moks einzuladen, findet die vom Förderkreis unterstützte theaterpädagogische Projektinitiative in Schulen immer mehr Anklang bei Pädagogen und Schülern: In einer Projektwoche haben seit dem Vorjahr mehrere Klassen die Möglichkeit, mit Mitarbeiter(inne)n von JUNGES.THEATERBREMEN das Thema eines jeweiligen Moks-Stückes kreativ zu bearbeiten und sich das Ergebnis am Ende dieser Woche auf der Bühne des Moks gegenseitig zu präsentieren (zuletzt mit „Seymour“). So lernen Kinder und Jugendliche, Theater als Zuschauer und als Darsteller auf der Bühne zu erleben. Dies ist die eindringlichste und – wie man heute sagt – nachhaltigste Art, Kinder und Jugendliche für das Theater zu begeistern.

Moks und Junge Akteure werden – wie diverse bundesweite Nominierungen und Festivaleinladungen (z.B. „Out of Control“ und „Eins zu Eins“) zeigen – über die Bremischen Grenzen hinaus – außerordentlich wertgeschätzt. Ihre Produktionen werden in der Bremer Presse hochgelobt, und das Publikum erlebt zeitgenössisches Kinder- und Jugendtheater seit Jahren konstant auf beeindruckendem Niveau. Alle Stücke, die in diesem Jahr vom Moks und von den Jungen Akteuren gezeigt wurden, sind auch für Erwachsene bewegende Theatermomente, die wir unseren Freunden und den Mitgliedern des Förderkreises wärmstens empfehlen können!

In den kommenden zwei Jahren werden wir u.a. das Projekt „Still out there“ fördern: Das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten soll bei dieser Globe Opera zum Gegenstand einer vielfachen Übermalung werden, denn es erzählt zugleich eine Flüchtlings- wie Gründungsgeschichte und knüpft somit an Themen an, die uns aktuell umtreiben. Das spartenübergreifend arbeitende Künstlerkollektiv „kainkollektiv“ wird sich zusammen mit Jungen Akteuren auf eine Spurensuche nach dem Verbleib der Bremer Stadtmusikanten machen – still out there – irgendwo, im Wald, im Räuberhaus, vor den Toren Bremens. Ca. vierzig Kinder und Jugendliche werden beteiligt sein. Die Inszenierung findet im Stadtraum statt und endet im Finale auf der Bühne des Moks (Premiere, 6. April 2017). Das Projekt wird über zwei Jahre mit einem Löwenanteil durch die Bundeskulturstiftung gefördert! Das ist ein Erfolg und eine Auszeichnung für den Antrag. Wir gratulieren dem JTB!

Darüber hinaus feiert das Moks im nächsten Jahr sein 40-jähriges Jubiläum. Und es wird ein vom JTB organisiertes Treffen der Jugendclubs an deutschen Theatern stattfinden, zu dem bundesweit einige ausgewählte Produktionen diesmal nach Bremen eingeladen werden, umrahmt von Diskussionsforen, Workshops und Gesprächen. Hierfür wird finanzielle wie auch materielle Hilfe benötigt, zu der wir vom Förderverein auch einen Beitrag leisten wollen.
Den Freunden und Freundinnen unseres Fördervereins und allen Kreativen und Künstlern rund um JUNGES.THEATERBREMEN wünschen wir sinnliche, gesunde und friedliche Weihnachten!

Offene Arme

„JUNGE AKTEURE hat mir geholfen, offener und selbstbewusster zu sein. Ich hätte am Anfang zum Beispiel nie freiwillig getanzt, aber jetzt ist es viel besser und ich habe viel Spass dabei.

Außerdem trifft man hier tolle Leute, und alle sind nett zu einem. Wenn man Bock hat, wird man mit offenen Armen empfangen.“

EMIL LILL, 17 Jahre

Eingeschworenes Team

„Mit den JUNGEN AKTEURE bin ich gross geworden. Wir sind wie eine Familie. Haben Spaß miteinander und teilen das eine Hobby: Theater. JUNGE AKTEURE hat mir den Alltag zum Urlaub gemacht. Schöne Momente zwischendurch. Mit coolen Leuten coole Aktionen zu machen verbindet, und man wird ein eingeschworenes Team, das immer wieder neue Leute aufnimmt und offen für Veränderungen ist.

JUNGE AKTEURE ist ein Teil meines Lebens geworden und ich bin selbstsüchtig genug, nicht darauf verzichten zu wollen!“

THERESA KLEIN, 15 Jahre

Kontakt und Selbstbewusstsein

„Durch JUNGE AKTEURE habe ich es geschafft etwas Selbstbewusstsein zu bekommen. Ich habe gelernt so zu sein, wie ich bin und dass ich nicht alleine bin mit diesem leicht verrückten Hobby. Ich habe gelernt, schneller Kontakt zu fremden Menschen aufzunehmen, und ich habe viele neue Freunde gefunden.“

EMMA SCHRÖPEL, 17 Jahre

Flucht und Zuflucht zugleich

„Junge Akteure bedeutet für mich Flucht und Zuflucht zugleich. Flucht vor dem Alltag, vor Traurigkeit und vor schlechten Tagen, die jeder kennt. Zuflucht bei Menschen, die genauso ticken wie ich und bei denen ich einfach so sein kann, wie ich bin. Junge Akteure gibt mir einen Platz, wo ich hingehöre. :)“

LEA KNOFF, 18 Jahre

Theatermachen fördert seelische Gesundheit

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Nichts. Foto: Jörg Landsberg

Ich bin Gründungsmitglied, weil Theater machen und sehen die Persönlichkeitsentwicklung und die seelische Gesundheit fördert. Theater hilft Kindern und Jugendlichen, die zu werden, die sie sind.
DR. KIRSTEN KAPPERT-GONTHER, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Sprecherin für Gesundheits- und Kulturpolitik, Bündnis 90/Die Grünen, MdBB

Theater bewegt

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Eins zu Eins. Foto: Jörg Landsberg

Ich unterstütze den Förderkreis Junges.TheaterBremen, weil ich immer wieder erleben konnte, dass Tanz- und Theaterproduktionen mit jugendlichen Akteuren mich tief bewegen. Ich erlebe Leidenschaft und Hingabe ohne Routinen, ich erfahre, wie die junge Generation das Leben reflektiert und sehe, dass die künstlerische Professionalität der Vermittlung Berge versetzen kann. In einer Stadt, in der in Schulen und vielen anderen Jugendeinrichtungen wie verrückt Theater gespielt wird, ist es eine riesige Chance, diese professionelle Mitte auszubauen, um ganz nah an der zeitgenössischen Entwicklung der Kunstform Theater, ebenso aber auch ganz nah an den heutigen Biografien von Jugendlichen in der Stadt zu sein.

Ganz egoistisch, aber auch überzeugt von der Bedeutung für Kinder und Jugendliche, möchte ich mit anderen dazu beitragen, dass der Radius dieser wunderbaren Arbeit sich erweitern kann.

DAGMAR VON BLACHA, Vorstand des Förderkreises Junges.TheaterBremen

Theater ist gesund

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Wenn das Kind in der Polenta kocht. Foto: Jörg Landsberg

Ich unterstütze als Kinder- und Jugendarzt den Förderkreis Junges.TheaterBremen, weil die Kinder unserer Zeit das Theater dringender als je zuvor brauchen.

Durch die Einschränkung der städtischen Spielräume, durch zeitliche Einschränkungen der familiären Freizeit und durch den zunehmenden Gebrauch technischer Medien (Fernsehen, Computer, Spielkonsolen, Handy) haben unsere Schulkinder einen hohen Bedarf an Zeit und Raum, in dem sie ihre naturgegebene Phantasie, Kreativität und sinnliches Erleben im Spiel ausleben können. Im Erleben eines Theaterstückes, vor allem aber im eigenen aktiven Theaterspiel werden körperliche, geistige und kommunikative Fähigkeiten geschult, die unsere Kinder auch noch über ihre Schulzeit hinaus dringend brauchen. Besonders in unserer Zeit.

Letztlich lernen Kinder über das eigene Theaterspiel eine höhere Wertschätzung für die kulturellen Säulen unseres gesellschaftlichen Lebens. Wer selbst einmal Theater gespielt hat, sieht jede Bühne mit anderen Augen. Sein ganzes Leben lang.

DR.HENDRIK CRASEMANN, Kinder- und Jugendarzt und Vorstand des Förderkreises Junges.TheaterBremen