Liebe Mitglieder,
ein Neues Jahr hat begonnen – wir hatten viel Hoffnung, uns dann wieder real begegnen und mit Ihnen austauschen zu können. Weniger kompliziert werden Zusammenkünfte allerdings gerade nicht. Wir wollen Ihnen deshalb zunächst den Stand der Dinge schriftlich skizzieren:
Das Junge Theater Bremen ist mit viel Verantwortungsbewusstsein und Aufwand der verunsichernden Lage der letzten zwei Jahre begegnet. Aber es mussten viele Veranstaltungen verschoben, aufgehoben werden, oder konnten nur unter sehr erschwerten Bedingungen realisiert werden. Das betraf auch Projekte, deren Förderung wir bereits zugesagt hatten.
Wir danken Ihnen sehr dafür, dass Sie in dieser Zeit mit Ihren Mitgliedsbeiträgen weiter zu unserer gemeinsamen Sache gestanden haben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des JTB haben erleben müssen, wie schwer Kinder und Jugendliche von der Situation betroffen sind und in vieler Hinsicht Schaden nehmen. Sie müssen jetzt um so mehr in den Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit rücken. Die Frage ist, wie Ihnen wieder die gemeinsame Chance der Entwicklung von Ideen, Spiellust und Ausdruck gegeben werden kann. Es braucht neue Arbeitsansätze und Recherchen, wie Kinder und Jugendliche ihre Situation empfinden und bewältigen können. Wir haben daher unser gesamtes derzeitig verfügbares Budget von 7.000 € dem Jungen Theater für die Ermöglichung von Planungen, Recherchen und Projekten mit Schulen zur Verfügung gestellt, da sie dort mitten in den Alltag aller Kinder und Jugendlichen hineinwirken können. Aber da genau sind auch die größten Hürden zu überwinden.
Da konkrete Projektanträge in den letzten zwei Jahren immer wieder ausgesetzt werden mussten, hoffen wir, mit der Bereitstellung eines Budgets dem JTB mehr situationsbezogene flexible Planung mit den Schulen zu ermöglichen.
Wir unterstreichen damit eines unserer zentralen Anliegen. Wie schön, dass Sie uns darin unterstützen.
Für unsere Mitgliederversammlung gelten die Corona-Sonderregelungen, nach denen wir noch bis zum 31.August dieses Jahres Zeit haben, eine satzungsgemäße Versammlung durchzuführen. Und so hoffen wir, dass die Pandemielage uns im Frühsommer eine real stattfindende Mitgliederversammlung ermöglicht, in der auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung stehen. Insbesondere auch aus diesem Grund ist uns eine Präsenzveranstaltung besonders wichtig.
Rebecca Hohmann wird für uns einen „Pandemiereport“ verfassen, der uns eine Vorstellung von den existentiellen Herausforderungen dieser Zeit für das Kinder- und Jugendtheater geben wird.
Wir bedanken uns und wünschen Ihnen ein Gutes 2022!
Ihr Vorstand
Dagmar von Blacha, Dr. Hendrik Crasemann, Rainer Glaap und Lars Vockensohn
